unsere Hunde
gemeinnütziger deutscher Tierschutzverein
– Hilfe für Hunde in NOT
unsere Hunde
pro-canalba ® e.V.
gemeinnütziger deutscher Tierschutzverein – Hilfe für Hunde in NOT


Hier über diese Seite finden Sie alle…
´…unsere Hunde´

Das Glück beginnt mit einer feuchten Nase und endet mit einer wedelnden Rute!
Schauen Sie sich unsere Schützlinge an und geben Sie einem von ihnen ein gutes Zuhause.
hier über die Lupe bitte suchen.
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´besondere Schicksale´
´Es ist immer der Mensch, der den Hund nicht versteht. Nie umgekehrt!´
Stefan Wittlin
Sie sind jung oder alt, klein oder groß. Sie sind gesund oder haben Gebrechen.
Ihre Geschichten sind immer gleich und doch einzigartig. Sie wurden einst geliebt oder gehasst, waren unerwünscht oder wurden beschlagnahmt, gingen verloren oder wurden ausgesetzt. Sie wurden misshandelt, vernachlässigt oder ignoriert. Sie haben alles verloren oder nie besessen.
Doch eines verbindet sie alle: Sie haben die Hoffnung auf Liebe und ein eigenes Zuhause nicht aufgegeben! Sie sind immer noch bereit uns Menschen zu vertrauen. Und sie sehnen sich nach Zuneigung, Wärme und
einem eigenen Zuhause.
Ein sehr lesenswerter Bericht von einer Hospizpflegestelle. Scrollen Sie einfach mal durch!
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´Hospizstelle werden´ Sie möchten ganz bewusst einem unserer Schützlinge die Chance geben, seine letzte Zeit in Liebe und Geborgenheit verleben zu dürfen? Sie verfügen über genug Zeit, Liebe und haben das passende Wohnumfeld um die Betreuung sicherzustellen? Ihnen ist bewusst, was es bedeutet einen sterbenskranken, alten Hund zu versorgen? Sie wissen mit der emotionalen Belastung umzugehen und möchten helfen? Möchten Sie einem unserer Schützlinge mit einem Hospizplatz helfen? Dann rufen Sie gerne die jeweilige Vermittlerin an. Wir werden Sie nicht alleine lassen mit dieser Aufgabe und sichern Ihnen unsere volle Unterstützung zu. ´Hospizpate´ werden. Nicht immer erfüllt sich der Wunsch für jeden unserer Schützlinge die richtigen Menschen zu finden Einige unserer Hunde warten vergeblich, viele Jahre lang. Sie werden alt, sie sind unheilbar krank. Eventuell gäbe es aber die Chance auf einen Hospizplatz. Oft scheitert es allerdings an den finanziellen Möglichkeiten der Hospizstellen. Die gute Versorgung eines alten, kranken Hundes kostet unter Umständen sehr viel Geld. Deshalb sind unsere Hunde auf Hospizpaten angewiesen wenn sie das Glück haben, einen Hospizplatz bekommen zu können.
Leben mit Hospizhunden oder „Warum tut Ihr Euch das nur an?“
Seit wir 2014 unseren ersten Hospizhund aufnahmen – also einen Hund, dessen verbleibende Lebenserwartung aufgrund von Alter und/oder Krankheit eher gut überschaubar ist, waren die Reaktionen in unserem Freundes- und Familienumfeld sowie bei Kollegen eigentlich fast grundsätzlich ziemlich identisch.
Alle finden es an sich absolut bewundernswert, dass man „so was macht“. Darauf folgt aber unweigerlich eine Spielart der Frage, „Aber warum tut Ihr Euch das an?!“ Und dazu dann noch eine ganze Reihe anderer Fragen:
1. Nehmt Ihr nicht einem Hund, der noch mehr davon hat, die Chance auf ein gutes Zuhause?
2. Wäre es für das alte Tier nicht besser, man hätte es erlöst (besonders gerne kommt diese Frage, wenn der betreffende Hund halt noch eine längere Reise hinter sich gebracht hat, bevor er bei uns einziehen konnte).
3. Was das alles kostet!!!!!
4. Tut das nicht unendlich weh, wenn das Tier nach kurzer Zeit stirbt? Wie ertragt Ihr das?
Gefolgt fast immer von der Aussage, „Also – ICH könnte das nicht!!!!“
Na ja, ich will zugeben, dass vor Aufnahme des ersten Hospizhundes wir auch der Überzeugung waren, dass wir so etwas nicht könnten – und dann zog Grol bei uns ein, mehr so ein Zufall irgendwie – und der Rest ist Geschichte, wie man so schön sagt. Grol, von dem es hieß, dass er nur noch ein paar Wochen zu leben hätte, schaffte bei uns übrigens etwas über 2 Jahre und verstarb im Sommer 2016.

*Angel* von pro-canalba war dann Hospizhund Nummer 2 und zog eine Woche vor Weihnachten bei uns ein im letzten Jahr. Sie durften wir 8 Monate bei uns haben, bis wir sie im letzten August gehen lassen mussten.
Aber die Fragen/Einwände sind natürlich nicht vollkommen aus der Luft gegriffen – und meist ein Ausdruck ernst gemeinter Sorge um unser Wohl, in jeder Hinsicht. Das wissen wir zu schätzen, ganz ehrlich.
Darum – und weil ich hoffe, dass ich vielleicht doch einige von Euch ermutigen kann, zu irgendeinem Zeitpunkt einer armen, alten/kranken Hundeseele ein letztes Zuhause zu geben, schreibe ich diesen Beitrag und setze mich mit diesen Punkten auseinander.
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Nehmt Ihr nicht einem Hund, der noch mehr davon hat, die Chance auf ein gutes Zuhause?
Nein. Üblicherweise ist das nicht der Fall. Ein Hospizhund hat meist doch andere Ansprüche, als ein jüngerer, gesunder Hund. Wir haben von der Sorte auch welche – und wir lieben sie. Aber so gerne wir möchten, mehr davon gehen nicht, das wäre z.B. beim Spazierengehen aufgrund der Persönlichkeiten unserer Hunde einfach nicht machbar. Unsere Hospizhunde dagegen wollten/konnten ohnehin keine langen Spaziergänge mehr unternehmen und waren mit kurzen, gemütlichen Gassirunden zufrieden, später reichte dann auch der „Ausflug“ in den Garten. Und DAS konnten wir problemlos leisten, keine Frage. Ein zusätzlicher, gesunder Hund, wäre nicht möglich gewesen, für einen Hospizhund dagegen waren die Möglichkeiten vorhanden. An dieser Stelle möchte ich aber unbedingt auch meinen Eltern und Silkes Mutter danken, die uns trotz aller Bedenken immer tatkräftig unterstützt haben!!!!
Wäre es für das alte Tier nicht besser, man hätte es erlöst (besonders gerne kommt diese Frage, wenn der betreffende Hund halt noch eine längere Reise hinter sich gebracht hat, bevor er bei uns einziehen konnte).
Das Tierheim/die Tierschutzorganisation, von der man sein Tier adoptiert, sollte auf Herz und Nieren geprüft werden. Einem verantwortungsvollem Tierheim/Organisation liegen die Schützlinge sehr am Herzen. Wird festgestellt, dass ein Tier zu alt, krank und schwach ist, wird dieser armen Seele sicher nicht mehr der Umzug in ein neues Heim, geschweige denn eine lange Reise mit dem Transporter oder im Flugzeug zugemutet.
Kommt man zu dem Ergebnis, dass dies dem Tier durchaus guten Gewissens zugemutet werden kann, werden die Tiere gut untergebracht und während der Reise bestens betreut, natürlich auch medizinisch, wo dies angesagt ist.
Es ist ja so, dass so ein Hospizhund nicht notwendigerweise nach kürzester Zeit verstirbt. Aber so ein Hund braucht natürlich schon besondere Pflege und Zuwendung, u.U. auch medizinische Betreuung in Form von regelmäßiger Medikamentengabe, eine altersgerechte Unterbringung. Und all dies kann in den Tierheimen, ganz besonders im Ausland, fast nie geleistet werden, bei aller Liebe und Hingabe. Es ist einfach zu viel zu tun und zu wenig Menschen, die es tun könnten. So hat ein alter/kranker Hund dort einfach keine Chance.
In einem privaten Haushalt, wo man sich auf das Tier einstellen kann, wo für es gesorgt wird – und wo man Zeit hat, ihm viel Liebe zu geben…da kann so ein Hospizhund nochmal richtig aufblühen, sich wandeln – und so noch überraschend lange sein Leben genießen. Natürlich ist „lange“ ein sehr relativer Begriff – aber oft überraschen einen die alten Schätzchen. Vor allem aber kosten sie jede Minute ihres Lebens nochmal richtig aus, im Rahmen ihrer Möglichkeiten – und das merkt man ihnen an!
Was das alles kostet!!!!!
Ok, Kosten…die können durchaus erheblich sein! Nun ist es aber so, dass viele der unter 2.) beschriebenen Tierheime/Tierschutzorganisationen – so auch pro-canalba e.V. – mehr als dankbar sind, wenn ein solch altes Tier ein liebevolles Zuhause findet. Vermittlungsgebühren sind da oft hinfällig oder werden drastisch reduziert. Auch in Hinblick auf Tierarztkosten, die ja am schwersten ins Gewicht fallen, wird häufig eine Beteiligung oder eine Übernahme derselben angeboten. Sicher, knapp ist das Geld überall, leider, und so wäre es natürlich super für die Vereine, wenn es Euch möglich ist, so viele Kosten wie möglich selbst zu übernehmen. Aber wenn das nicht geht: bitte das Problem einfach ansprechen – Ihr steht auf derselben Seite und eine Lösung lässt sich fast immer finden!
Natürlich gibt es noch eine Menge andere Dinge zu bedenken: Inkontinenzunterlagen können notwendig werden, massenhaft alte Decken und Handtücher, die ständig gewaschen werden müssen, verschmutzte Teppiche, (Hunde-)Betten…davon können wir ein Liedchen singen. Wasser- und Stromkosten können sich läppern, keine Frage. Aber es kann auch anders kommen, ganz klar – man sollte sich dessen halt nur bewusst sein.
Tut das nicht unendlich weh, wenn das Tier nach kurzer Zeit stirbt? Wie ertragt Ihr das?
JA! Tut es. Ich hatte seinerzeit beschlossen, das „Abenteuer Hospizhund“ möglichst pragmatisch anzugehen und mich nicht zu binden. Ja…klar! Wer mich kennt weiß, dass daraus natürlich nichts geworden ist. Man baut eine Bindung auf, auch wenn die gemeinsame Zeit nur kurz ist – und wenn der Tag des Abschieds kommt, bricht einem das Herz und man fragt sich selbst, warum man das tut.
Und damit kommen wir dann zu der Frage, wie man das verkraftet und warum nur man sich das antut.
Ganz einfach – und natürlich ist das eine sehr individuelle Sache, die ich jetzt nur aus meiner Sicht beantworten kann.
Es NICHT zu tun, ist keine Alternative. So schwer es manchmal ist im täglichen Leben und so weh der Abschied tut – der Gedanke, dass dieser Hund da ohne Dich bereits vor (je nachdem) vielen Wochen oder Monaten irgendwo einen ziemlich einsamen und elenden Tod gestorben wäre, ohne noch einmal Liebe und Fürsorge zu erfahren, DAS tut richtig weh, das tut noch viel mehr weh!
Und nein, natürlich kann ich sie nicht alle retten, weder alte, kranke noch gesunde, jüngere – und es gibt zu viele, die man retten müsste. Aber dies ist keine Entschuldigung, nicht wenigstens einem zu helfen, nicht wenigstens einen kleinen Beitrag zu leisten. Denn wenn das jeder täte…dann wären es nicht mehr soo viele, die gerettet werden müssen.
Und so werden wir sicher irgendwann wieder einen Hospizhund bei uns aufnehmen, wenn es uns möglich ist.
Unterschätzen darf man die Aufgabe nicht – es ist unabdingbar, ein gewisses Netzwerk zu haben, Menschen, die einen unterstützen. Moralisch aber auch praktisch, denn schließlich kann keiner von uns 24/7 parat stehen, um ein pflegebedürftiges Lebewesen zu versorgen – und dazu kann es durchaus kommen. Das muss man schon wissen.
Sieht man die Entwicklung des gebrochenen, kranken Tieres hin zu einem glücklichen, zufriedenen Tier mit glänzenden Augen, das sich freut, wenn Du da bist, das sein Leben rückhaltlos genießt, ohne an Gestern zu denken oder sich um Morgen zu sorgen – dann entschädigt das meiner Ansicht nach für alles.
Ich dachte auch, dass ich das nicht könnte – aber man kann meist mehr, als man annimmt, also nur Mut!
Und sollten es Eure Lebensumstände doch nicht erlauben, einen Hospizhund bei Euch aufzunehmen – vielleicht möchtet Ihr dann wenigstens die *Patenschaft* übernehmen für einen solchen Hund? Auch das wäre schon eine Riesenhilfe.
Schaut einfach mal vorbei bei unseren *Hospizhunden*! - auch so könnt Ihr gerne Kontakt aufnehmen und sehen, wie Ihr vielleicht helfen könnt.
Vielen Dank fürs Lesen – Eure Stephanie
Bericht einer Adoptantin.
Liebe Leute und vor allem Familien da draußen!
Als ich den Bericht über die Alterchen und Hospitzhunde auf facebook entdeckt und gelesen habe, dachte ich, daß dem nichts mehr hinzuzufügen sei…. -Stephanie Meusel hat alles gesagt, was es zu dem Thema zu sagen gibt, aber dann….
…wollte ich doch noch etwas dazu sagen, denn ich kann und möchte gerne unsere Erfahrungen als Familie mit relativ kleinem Menschenkind (6 Jahre) und schon vorhandenem Zoo von Wachteln, Enten, Gänsen, Ziegen über Katzen, weitere Hunde -bis zu Pferden mit allen Interessierten und Zweifelnden teilen.
Als Mama und „Zoowärterin verschiedenster Arten“ weiß ich sehr wohl von den -auch angebrachten Bedenken- vor der Adoption eines alten Hundes!!! Auch ich habe mir eine Million mal die Fragen gestellt über den Sinn oder Unsinn ein altes Tier aufzunehmen. Da wären die Dinge wie Vorgeschichte der ´Nase´, die Belastung für den Hund selbst nach Jahren nochmal eine komplette Lebensumstellung durchmachen zu müssen… -und schlussendlich die Frage, wie kommen wir und vor allem unser Sohnemann damit klar, wenn sein Freund auf Pfoten bald wieder sterben muß?!?!
Alle diese Überlegungen haben mich Jahre davon abgehalten einem alten Hund ein Zuhause zu geben.

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Bei einer unserer Hündinnen wurde im Alter von nicht mal 6 Jahren eine Krebserkrankung diagnostiziert mit einer Lebenserwartung von noch 6-12 Wochen mit Chemotherapie ungefähr 9 Monate! (Die übrigens heute noch lebt!!!) Unsere 2. Hündin starb innerhalb weniger als 4 Wochen an einem Ostheosarkom im Alter von neun Jahren. FAZIT: Das mit der "langen Lebenserwartung" bei jüngeren Hunden ist kein "Gesetz"!!! Die Überlegungen mit den Mehrkosten eines alten Hundes! Mein Mann hatte sich für einen 5 Monate alten Hund entschieden, der absolut gesund hier ankam -dann allerdings nach einigen Wochen eine Rückenmarksentzündung entwickelt hat. Die Kosten der Diagnostik und darauffolgenden Behandlung und Kontrollen beliefen sich innerhalb von 6 Monaten auf ca. 2000 Euro. FAZIT: Ein junger Hund kann genau so viel oder weniger Kosten verursachen wie ein Alterchen!! Vorgeschichte hin oder her - hier steht und fällt alles mit den Vermittlern und der Seriosität des Vereins! Ich habe früher selbst mit Adoptionshunden aus dem Ausland gearbeitet, da Adoptanten vor einem schier unüberwindbarem Berg vor Problemen standen, die diese Hunde mitbrachten. Auch habe ich Familien mit Kindern oftmals zur Abgabe des Hundes geraten, da die Gefahr eines wirklich schwerwiegenden Vorfalls absehbar war. Solche Dinge sind immer grausam für die neuen Familien, wie letztendlich auch den armen ´Nasen´, die somit zum ´Wanderpokal´ geworden sind. FAZIT: "TRAU-SCHAU-WEM"!!! Es gibt viele Vereine, die vermitteln um jeden Preis, aber damit nur mehr Schaden anrichten, da eine so geschädigte Familie nie wieder einen Auslandshund adoptieren wird und die betroffene ´Nase´ einmal mehr enttäuscht und rumgeschubst wird! pro-canalba leistet da wirklich ganze Arbeit und ist der Verein meines Vertrauens!!! Stromkosten können sich läppern, keine Frage. Aber es kann auch anders kommen, ganz klar – man sollte sich dessen halt nur bewusst sein. ´KURZE ZEIT´!!! Es ist nicht schön einen Hund zu verlieren und es ist für Eltern nicht schön, ihre Kinder deshalb traurig zu sehen.... aber mal ehrlich: Ist es nicht die Angst der Erwachsenen, die den Kindern Angst vor dem Tod macht?!?! Als wir unseren ersten alten Hund (*siehe HAPPYEND-ERIC!* ) adoptierten, war unser Sohnemann 4 Jahre alt und er wurde von uns vorab schon drauf vorbereitet, daß man nicht wissen kann wie lange so ein Hundeopa bei uns bleibt um dann auf die große-grüne Wiese ohne Zäune weiterzuziehen. Wir als Eltern haben unseren Sohnemann einfach immer mal wieder dran erinnert, daß Eric schon uralt ist und es immer sein kann, daß er ´verschwindet´ und als dann der Tag kam, war ich.... -wie soll ich sagen: erstaunt, berührt-fast begeistert....mit welcher Selbstverständlichkeit und Normalität unser Kleiner damit umgeht. Es war alles so einfach: Eric ist auf der großen-grünen Wiese und für seine Hülle bauen wir jetzt ein Grab: Wir gruben gemeinsam, ein ´lachender Smily´ in die Seitenwand des Grabs geritzt, bissl Stroh hinein, Eric`s Hülle samt gesammelter Blumen, Kräuter und Tennisball hineingelegt und zugeschaufelt. ....Natürlich bin ich auch nur ein egoistischer Erwachsener, der über seinen Verlust etwas weinen musste und da kam das prägenste Erlebnis zum Thema: "Wie erklär ich es dem Kind": Unser Nahel stand hinter mir und war wohl etwas verunsicht wegen meiner Heulerei und sagte: "Mama, jetzt sei doch nicht traurg - der Eric war so alt und jetzt können wir wieder einen anderen Hundeopa retten und noch ein schönes Leben machen." ....Und er hat Recht!!!! Einige Monate später adoptierten wir dann *STOMP* und er blieb leider nur 2 Tage. Das war hart für unseren Kleinen und es flossen diesmal bittere Tränen. Aber nicht, wie wir Großen meinen - weil der Bub weg ist, sondern weil der ´dumme Hund´ nicht mitgemacht hat-obwohl doch unser Kleiner ihm gesagt hat, daß er ihm seine Schule, den Weiher....die nächsten Tage zeigen wird. Aber da sind dann wir Großen gefragt um die Kinder dran zu erinnern, daß ein alter Körper manchmal einfach nimmer kann, egal wie es sich ´der Kopf´ wünscht. ...........Und auch jetzt war wieder unser Sohnemann die treibende Kraft wieder ein Alterchen aufzunehmen!!! Am Abend nach Stomp`s Abschied verlangte er dann von mir, daß ich ihm die "*pro-canalba-opa-seite*´ in den Computer eingebe und er guckt mal, welcher Hund am dringendsten ein Zuhause braucht! Und somit wird in den nächsten Tagen wieder ein uralter Hund in unsere Familie einziehen und wir freuen uns wie verrückt auf unseren *TRUL*!!! Also liebe Mamas und Papas und solche die es irgendwann werden/werden wollen: Nehmt Euren Kindern die Angst vor dem Sterben-zeigt ihnen, dass der Tod auch zum Leben gehört und adoptiert ein Alterchen, die wirklich gaaaanz besondere Hunde sind!!!





Dies ist eine Geschichte über einen Auslandstierschutzhund mit deutschen und italienischen Vorfahren. Die Idee zu dieser Geschichte ist durch jahrelange Sammlung von Vorfällen entstanden, die sich tatsächlich so ereignet haben. Max steht für viele Hunde, die im Ausland leben und denen wir uns in unserer Tierschutzarbeit annehmen.
Geschrieben wurde diese Geschichte von Lutz K. Büschke. Marketing@pro-canalba.eu
Max – (k)ein Märchen
Es war der Sommer 1999 als Susi mit ihrem Strolch draußen in der Sonne unter dem Olivenbaum saß. Doch so richtig genießen konnten sie den warmen Tag und die herrliche Aussicht, die bis nach Rom reichte, nicht wirklich. Sie hatten ein ernsthaftes Thema zu besprechen.
Susi war hochschwanger und Strolch wusste nicht genau, wie er es schaffen sollte, Susi und ihre Welpen, die schon in wenigen Tagen zur Welt kommen sollten, durchzufüttern. Susi sprach ihm Mut zu und sagte, er solle sich keine Sorgen machen, denn schließlich waren beide sehr erfahrene, wild-lebende Hunde. Gut, sie hatten beide auch mal kurzeitig als Welpen in einem Haus gelebt und die Menschen geliebt. Susi in Italien und Strolch in Deutschland.
Susi ist eine Herdenschutzhündin mit eigenem Charakterkopf, die dann, als sie nicht mehr klein und niedlich war, sehr schnell an die Kette gelegt worden ist. Tagein – tagaus, bei Regen, Wind und brütender Hitze lag sie da, mal im Schatten, mal in ihrer Hütte. Oft hungrig oder dürstend. Doch eines Tages, als der große Sturm da war, ist der große Pfosten, an dem die Kette befestigt war, umgestürzt. Der Mensch, der ihr ab und zu ein bisschen Futter und Wasser gab, wollte sie an einem anderen Pfosten festketten. Dabei löste er die Kette an Susis Halsband und sie ergriff sofort die Chance und biss den Menschen ins Bein. Der erschrak, ließ sie los und Susi rannte unter Aufbringung aller Kräfte einfach davon.
Das ist jetzt im Sommer 1999 drei Jahre her. Sie ist eine stolze Maremmano-Hündin und wühlt nicht im Müll nach Fressen herum, sondern geht eher mit Strolch gemeinsam auf die Pirsch. Nur manchmal, wenn der Hunger zu groß wird und sie kein Jagdglück hatten, wagen sie sich in die Nähe von Häusern, um Fressbares in den Abfällen zu finden. Jedes Mal beschleicht die beiden dabei ein komisches Gefühl.
Strolch hat auch üble Erfahrungen mit den Menschen gemacht. Strolch ist ein Jahr älter als Susi und er hätte wahrlich keine bessere Gefährtin finden können. Als Strolch, der mit 14 Monaten schon ein ziemlich großer Riesenschnauzer war, mit seinem Herrchen und Frauchen nach Italien in den Urlaub gefahren ist, passierte es. Ihm war sehr warm hinten im Auto. Alles stand voller Koffer und Taschen. Die beiden Kinder, die er sehr mochte, saßen vor ihm auf der Rückbank und quengelten ständig. Das machte ihm Sorgen, war da etwas nicht in Ordnung? Er machte sich deshalb ständig durch Bellen und Winseln bemerkbar. Als Herrchen, wohl nach einem heftigen Streit mit Frauchen, endlich anhielt, um nach den Kindern zu sehen, freute er sich sehr. Auf dem Parkplatz in der Nähe von Rom wurde er aus dem Kofferraum geholt.
Juch-hu, endlich auch mal das Geschäft erledigen. Er freute sich so sehr, dass er gar nicht bemerkte, wie sein Herrchen ihn an einem Baum festband und sich von ihm entfernte. Als er nach wenigen Minuten schnüffelnd hochschaute, sah er weder Herrchen noch Frauchen. Dieses silberne, rollende „Ding“, mit dem sie hergekommen sind, entfernte sich von ihm. Panik – er rannte los, musste allerdings feststellen, dass er festgebunden war. Da Strolch schon ein gutes Gebiss hatte, kniff und biss er so lange in diese Leine, bis sie zerriss. Nun rannte er los, er schaute nicht nach rechts und nicht nach links… Er bemerkte diesen roten fahrenden Blechkasten erst, als es zu spät war…. und dann wachte er, als es schon dunkel war, in einem Graben wieder auf.
Er hatte große Schmerzen, sein ganzes rechtes Bein vorn war blutig. Er hatte Hunger, er hatte Durst, er konnte nicht laufen, so blieb er liegen. Nach zwei Tagen schien es, dass es mit ihm zu Ende geht. Doch er wollte leben, er wollte sein Herrchen wiederfinden. So mühte er sich ab und er gelangte nach ein paar Stunden in einen Wald. Er träumte von einer Familie, von einer Gefährtin, von kleinen Welpen. Der Traum war so real, dass er bereits glaubte zu spüren, wie eine kalte Hundeschnauze mit einer warmen Zunge sein Bein ableckte.
Nach drei Tagen erwachte er. Sein Bein war sauber geleckt, allerdings stark verwinkelt und kaum mehr zum Laufen zu gebrauchen. Vor ihm lag ein erlegtes Kaninchen und da lag sie, die schneeweiße Susi … ein Traum?
So fanden sie zusammen. Ein schwarz-weißes Traumpaar – unzertrennlich – auf ewig.
Doch jetzt hatte das Leben beide wieder einmal in eine Situation geführt, die es zu meistern galt. Susi war trächtig und brauchte Ruhe und Sicherheit. Sie suchten sich eine Höhle, nicht zu weit weg von den Abfalleimern der Menschen, denn Susi konnte ja die nächsten Tage kaum auf die Jagd gehen.
Sechs Welpen sind es geworden. Zwei weiße Hündinnen, vier Rüden, davon auch einer weiß und die anderen drei: alle schwarz-weiß-gemixt. Der stärkste von ihnen war Max – Max hatte schneeweißes Fell und vier schwarze Pfoten.
Strolch versorgte sie alle, so gut es ging, mit allem, was er fand. Ja, er schleppte sogar eine alte Büchse an, in der sich Wasser befand. Susi war schwach und traurig, denn Sie sah, dass drei ihrer Welpen sehr schwach waren. Innerhalb von drei Tagen starben die beiden Mädchen und einer der kleinen Buben. Max, der starke, laugte seine Mutter aus. Susi wurde immer schwächer. Elf Tage nach der Geburt schlief sie friedlich ein. Strolch setzte sich auf den Hügel oberhalb der Höhle und jaulte die ganze Nacht wie ein Wolf. Max und seine beiden Brüder schmiegten sich eng in der Höhle aneinander und an ihre tote Mutter. Sie zitterten – vor Angst und Kälte.
Am nächsten Morgen musste Strolch eine Entscheidung treffen. Er wanderte auf seinen drei Beinen hin und her. Dann ging er in die Höhle und fand Max, sowie nur noch einen seiner Brüder lebend vor. Da er nicht die Kraft hatte, beide Welpen gleichzeitig oder nacheinander zu den Menschen zu bringen, nahm er Max vorsichtig in den Fang. Er ging nach draußen, setzte ihn ab, ging zurück und vollbrachte das, was erforderlich war: Er legte die fünf toten Welpen direkt neben seine Susi.
Zwei Stunden später stand er an dem Tor, von dem er gehört hatte, dass die Menschen, die dahinter sind, gut zu Hunden wären. Er ließ Max auf den Boden runter und machte einen Riesenkrach. Er stupste Max in die Richtung der Menschen und entfernte sich schnell. Nach einigen Metern drehte er sich um und sah noch, wie Max liebevoll auf den Arm genommen wurde. Die Menschen dort riefen nach ihm, doch er wollte zurück zu seiner Susi. Also humpelte er los. Strolch ging nicht mehr auf die Jagd. Die Höhle wurde sein letztes Zuhause.
Max wurde von den Menschen aufgepäppelt und kam in einen warmen Raum mit zwei anderen kleinen Welpen. Strolchs Vermutung war richtig! Es gab sie wirklich: die Menschen, die helfen und liebevoll sind!
(unterhalb meiner Werbung zu meinem ´Hundemafiathriller´ geht es weiter mit ´Max´ :oops: ) ▼ ▼ ▼
Wir können für ´Max´ froh sein, dass er nicht von der Hundemafia gefunden wurde.
Was das bedeuten könnte, lesen Sie in meinem neuesten Werk. Ein Kurzthriller…
Die Machenschaften der italienischen Hundemafia – der ´namenlose´ Hund.
…Italien. Ein Land, das man mit Sonne, Wein und endlosen Landschaften verbindet. Mit Olivenhainen, alten Steinhäusern und dem Duft nach Lavendel im Wind. Ein Ort, an dem man das Leben feiert – so sagt man. Doch nicht überall. Es gibt Straßen, die auf keiner Touristenkarte verzeichnet sind. Schotterpisten, die sich durch karge Felder schlängeln, vorbei an Ruinen und verrosteten Zäunen. Dort, wo niemand mehr hinsieht, beginnt eine andere Welt. Eine Welt, in der Leben keinen Namen trägt. In der Stille nicht Frieden bedeutet – sondern Aufgabe. In dieser Welt stand ein Hund auf dem Asphalt. Groß, kräftig, blutend. Sein Blick war leer, sein Körper voller Narben. Er hatte keinen Namen, keine Vergangenheit, kein Zuhause. Nur den Moment, in dem ein Scheinwerferkegel ihn traf – und ein Wagen bremste. Diese eine Entscheidung – nicht weiterzufahren. Nicht wegzusehen. Sie war der Auslöser. Nicht für ein Märchen. Sondern für einen Kampf….Max war in einem Tierheim angekommen, in dem es die Menschen gut mit ihm meinten. Er wuchs heran und wurde immer größer. Seine Mama und seine Geschwister fehlten ihm am Anfang sehr. Die Menschen sagten ihm immer, sie würden ein gutes Zuhause für ihn finden. Was meinten die damit? – So richtig „rumtoben“ war im Tierheim nicht wirklich möglich – irgendwie hatte er den Drang nach Freiheit. So lernte Max das Klettern. Einige Zeit später stand er auf der anderen Seite des Tierheims und lief hierhin und dorthin. Als er dann zurück wollte, fand er den Weg nicht mehr. Max war jetzt acht Monate alt und schon ganz schön groß. Er stromerte einfach durch die Gegend und nach zwei Tagen traf er auf einen Zaun. Dieser sah ähnlich aus wie der, wo er schon einmal drüber geklettert war. Also kletterte er erneut über den Zaun und ging freudig wedelnd auf die Menschen zu.
Zu spät! Eine starke Hand ergriff ihn, er winselte und wand sich wie ein Aal, er hatte keine Chance. Doch es war gar keine Hand! Es war eine Metallschlaufe mit einem Stab dran. Er wollte das „Ding“ loswerden, doch jedes Mal, wenn er sich bewegte, schnitt ihm dieses Band tiefer in die Kehle. Nach sieben Minuten gab Max erschöpft auf. Er wurde weggesperrt. Kalter, nackter Boden, ein trockenes Stück Brot und eine alte Plastikschüssel mit abgestandenem, dreckigem Wasser. Ihm war kalt, ihm tat alles weh…. „Boooaah, wenn ich den da am Ende des Stabs zu fassen kriege, dann…“, dachte er sich. So ging es tagein – tagaus. Kein anderer Hund war da als Gesellschaft, nur ab und an ein Mensch, der durch so einen Schlitz unten am Gitter etwas zum Fressen rein warf und ab und zu einen Schlauch reinhielt, der mit Wasser alles wegspülte, manchmal auch seinen Trinknapf füllte. Und da war ein Lärm, unbeschreiblich! Hundegebell. Es hörte sich teilweise an, als ob da andere seiner Art getreten würden. Max war verzweifelt.
Max‘ dritter Geburtstag wurde sein Glückstag, so dachte Max, denn draußen war irgendwie so ein Krach von irgend so einer Maschine. Diese Maschine hatte vorne so ein Gerät und lud immer Steine da rein. Auf einmal knallte es fürchterlich und das eine Rad von der Maschine stand etwa 50 cm in seinem 3×4 Meter Zwinger. Als das Rad verschwand, gab es kein Halten mehr. Max rannte los, kletterte über den Zaun und verschwand. Den Mann mit dem Stab wollte er nicht beißen, viel zu gefährlich. Sollte ihm je einer mit einer „Schlinge“ oder „Leine“ wieder zu nahe kommen, dann weiß er schon, was er tun wird.
So stromerte Max ab seinem dritten Geburtstag hierhin und dorthin. Ja, er klaute auch mal aus einem Vorgarten das eine oder andere Huhn. Was sollte er sonst machen? Er war hungrig! Max wurde zum Einzelgänger. Er wurde vertrieben, er wurde beschimpft, er wurde mehrfach fast wieder eingefangen. Er wurde beschossen, allerdings erhielt er auch manchmal von dem einen oder anderen den Rest eines „Burgers“. Er merkte sich folgendes: Menschen, die ihm zu schnell zu nahe kamen, wollten nicht wirklich sein Bestes. Menschen, die ihm die Zeit ließen, damit er sich ihnen von selbst vorsichtig nähern konnte, ließen ihn meist in Ruhe. Kinder fand er ganz ok, allerdings auch nicht alle, denn manche waren richtig böse.
Obwohl er ja nun Einzelgänger war, hatte er in seinen Welpen-Monaten (von seinen ersten Menscheneltern und seinen damaligen Welpen-Kumpels aus dem ersten Tierheim) gelernt, sich zu benehmen. Ob diese bösen Kinder und diese bösen Menschen immer so bleiben würden? Oder sind die wohl bereit, etwas dazu zu lernen und ihn als Lebewesen wahr zu nehmen? Max würde das gerne herausfinden! Nur wie?
Max ist jetzt sieben Jahre alt – die Straße hat ihn geprägt. Er ist 64 cm groß und ein stattlicher Rüde. Sein Gewicht ist soweit ok, denn er hat gelernt, Plätze zu finden, wo er gutes Futter bekommt. Seine große Liebe hat er nicht gefunden. Seine Abenteuer hat er gehabt, oh ja und was für welche. Da war diese braune Labradormixhündin, die war schon toll… Nun denn, es sollte nicht für immer sein. Sei es drum. Max träumt vor sich hin – Zack – Schlinge, Stab… diesmal ist er schlauer, er windet sich nicht hin und her, er wartet geduldig ab, was passiert. Die Menschen stufen ihn wohl als lieben Hund ein, denn er macht überhaupt kein “Theater” und verhält sich ruhig. So weit, so gut, denkt Max. Ab in ein Auto – ab in ein Tierheim! Ach ne, da war er doch als Welpe! Den Geruch kennt er! Da ist doch dieses freundliche Menschenwesen von damals oder täuscht er sich? Er kommt in ein Gehege mit zwei Hündinnen. Die sind ja ganz nett und umgarnen ihn. Nach einiger Zeit und einigermaßen vernünftigem Futter kommen weitere Menschen. Die sprechen so Worte wie: „ach, schau mal, mach mal ein paar Fotos, komm wir testen mal, ob er mit Katzen kann und mit anderen Rüden“. Ja, mit anderen Rüden kann der Max – und zwar ganz gewaltig, da fliegen die Fetzen.
„Max“, sagte ein paar Tage später die freundliche Menschengestalt, „komm, wir machen Dich fein für Deutschland. Da ist eine Familie, die darum weiß, dass Du fast acht Jahre alt bist, dass Du auf Rüden gar nicht gut zu sprechen bist, dass Du über Zäune klettern kannst, wenn Du weg willst und die wissen auch, dass wir nicht wissen, wo Du die letzten 6 Jahre gewesen bist.“
Dann wird Max müde gemacht, in so einem komisch riechenden Raum, ganz hell ist es da. Er träumt bestimmt von Mama, obwohl, kann er sich daran erinnern? Max reist sechs Tage später als kastrierter, gechipter, ängstlicher Bub in einer Box, in einem großen Auto, mit vielen anderen Hunden ganz weit weg.
Ein paar Stunden später… Es riecht im Auto nach Angst, Urin und Kot. Doch diese beiden Menschen da scheinen ganz ok zu sein, denkt Max. Die schauen immer nach, ob alles ok ist, geben frisches Wasser und machen schnell das Nötigste sauber. Die haben so Westen an, da steht „Tierschutz“ drauf. Hmm… ob das etwas Gutes ist? Der Wagen hält hier und da, eine Box wird geöffnet, ein Hund wird herausgenommen und ist bei der Weiterfahrt nicht mehr dabei. So geht das über Stunden. Zum Schluss ist nur noch mein Gegenüber sichtbar. Hinten bellen und jaulen auch noch so zwei oder drei… manche sind aber auch Angsthasen.
Es scheint, dass wir am Ziel sind, booooaahh! – ist das kalt hier. Eine Leine – na ok – das ist der, der mir Wasser während der Fahrt gegeben hat, so böse kann der ja nicht sein.
„Oh ja, toll“, höre ich von hinten. Komische Sprache. Was bedeutet das? Können die kein Italienisch? Zwei Menschen stürzen auf mich zu! Halt – mein Signal ist klar und eindeutig! Willst Du Böses, dann bleib mir fern! Willst Du Gutes? Dann hock Dich hin und warte, damit ich das überprüfen kann. Wenn ich Dich riechen kann, komme ich schon zu Dir, ok? Geduld…
Na, geht doch. Abstand, ok. Die beiden kann ich leiden. Sie scheinen ganz ok zu sein. Die erste Gelegenheit, um über den Zaun zu gehen, wird sowieso genutzt!
Wieder in eine Box, oh man…! Nach einer Stunde sind wir an einem Haus. Ein Haus – was ist das? Muss ich da rein? Na, ich probiere es, bin müde, würde gerne schlafen, nur wo? Ich bin viel zu aufgeregt! Was ist das da für ein Kasten? Da jaulen die Hunde drin, es riecht aber gar nicht nach Hund! Das macht mir Angst! Komme ich auch in so einen Kasten? „Fernseher“ nennen sie das. Na ja, egal, ich muss mal… und Hunger habe ich auch… Ah, da raschelt was, … Futter… das riecht nach Burger… die Kleine ist aber auch zu blöd, hält sie mir den genau unter die Nase und ich mag doch diese Dinger so! … Als ich nach dem Burger schnappe, geht das Geschrei los, der große Mann stürmt auf mich zu, zieht die Kleine weg und ich betreibe Eigensicherung. – Bleib doch stehen, dann mache ich nix! Lass mich in Ruhe, ich wollte doch nur den Burger!
Fast zwei Tage lang werde ich nur weggesperrt. Ab und an kann ich kurz an einer Leine raus. Ich mag diese Dinger nicht. Dann kommt der Mann mit der Weste! Den kenn ich. Wieder in eine Box! Er redet zu mir: „Menno, zu blöd, schieben die Dich wieder ab, da du angeblich schnappst und beißt, was machen wir jetzt mit Dir? …hmmm …, na du kommst erst mal auf unsere Notfallpflegestelle, da kommst du zur Ruhe. Hundeerfahrene Menschen – … so so… die Vorkontrolle war so super, sie haben alles verstanden, haben Fragen gestellt, das Merkblatt durchgelesen… und lassen dann die Kleine mit dem Burger vor deiner Nase rumtanzen“…
Auf dieser Notfallpflegestelle, so wie der Mann mit Weste sagte, ist es ganz ok, ob ich hier bleiben kann?
Lecker Futter, die lassen mich in Ruhe. Es sind hier noch drei andere Hunde. Seitdem ich da in diesem weißen Raum – in diesem Tierheim – geschlafen habe, bin ich auch gar nicht mehr so negativ auf andere Rüden zu sprechen. Ob die mir da was gegeben haben? Oder vielleicht haben sie mir auch was genommen? Ab und zu kommen ein paar Menschen, um mit meiner Pflegetante zu sprechen. Dann darf ich an der Leine raus. Über den Zaun will ich hier nicht, wobei, manchmal möchte ich einfach stromern. Die beiden netten Älteren, die kann ich leiden, die waren jetzt schon zwei Mal da, ich freue mich, wenn ich sie sehe, die haben leckere Sachen dabei und gehen mit mir lange an einer gaaaaaanz langen Leine spazieren. So habe ich genug Bewegungsfreiheit und fühle mich nicht bedrängt. Ach ja, wären doch nur alle Menschen so, dann wäre es toll…
Was soll ich? Baden…?! Da bin ich jetzt vor einem Tag zu diesen älteren Menschen umgezogen und die sagen ich stinke… Hallo, geht es noch? Sollen sie mir doch erst mal vernünftiges Futter geben und nicht dieses aufgequollene, halbtrockene Zeug aus dieser Tüte. Booahh, der nächste, den ich mit Burger sehe, ist fällig! Ich bade nicht und wenn doch, gehe ich danach über den Zaun und wühle mich sowas von in dem Schlammloch nebenan. Dann stinke ich… Oooh, es scheint, die verstehen mich, gehen weg und lassen mich in Ruhe. Toll, da gehe ich mal hinterher und mache gute Miene zu dem Spiel, … schlabbere die linke Hand von Frauchen und die von Herrchen rechts…
Die Frau mit der Weste war hier und hat lecker, lecker Futter mitgebracht… Supi, es scheint, als ob ich das jetzt immer bekomme. Dann sind wir alle spazieren gegangen und die Frau mit der Weste redete und redete… Frauchen und Herrchen nickten immer nur… Ich glaube, sie haben verstanden, denn sie achten jetzt mehr auf meine Hundesprache.
Neulich waren wir an der Ostsee, das hat Spaß gemacht… Ich glaube, ich bleibe hier. Ich bin auch langsam zu alt, um über Zäune zu gehen. Ich freue mich, wenn ich später im Alter am Kamin in der Wärme liegen darf. Oft geht es raus und Futter ist auch immer da! Herrchen und Frauchen sind sehr nett zu mir! Ich glaube, sie lieben mich und passen gut auf mich auf. Manchmal stöhne ich leise vor mich hin und denke an die fürchterliche Zeit in diesem engen Zwinger, in diesem lauten Tierheim. Ob die anderen es wohl auch geschafft haben…?
Bitte, liebe „Westenträger“, tut alles dafür, damit es noch ganz viele schaffen, ja? … Bitte ! Und wenn ich Futter abgeben soll, für die, die noch da sind, gebt mir Bescheid. Ab und an stupse ich Herrchen und Frauchen an, wenn wir auf einer „Bank“ (- oder wie das heißt) sind. Da kann man Geld überweisen an Euch „Westenträger“! Herrchen lächelt dann immer so geheimnisvoll… Ob das was zu bedeuten hat?
Max wurde 15 Jahre und drei Monate alt – so ungefähr, zumindest nach dem Stand seines Geburtsdatums in seinem Pass– er schlief friedlich vor dem Kamin ein … nun ist er bei Susi und Strolch und seinen Geschwistern…. Frauchen und Herrchen vermissen ihn sehr… ob er wohl seine braune Labradormixhündin da oben wiedertrifft?
Bitte, liebe Leser und Adoptanten, denkt Euch in diese Tiere hinein. Seid ehrlich zu uns als Tierschützer, denn für die Hunde ist es ein Riesenstress nach der Adoption von A nach B wie ein Wanderpokal gereicht zu werden. Respektiert die anderen Lebewesen in ihrer Eigenart.
Gerade durch ihre kleinen „Macken“ sind sie die liebenswertesten Tiere, die es gibt!
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