gemeinnütziger Tierschutzverein - Hilfe für Hunde in Not

Unsere Projekte

´Alles, was der Mensch den Tieren antut,
kommt auf den Menschen zurück.´

Pythagoras



Wir helfen da wo unsere Hilfe gebraucht wird!

Die Projekte, die wir mit unserer ehrenamtlichen Arbeit unterstützen, haben eines gemeinsam: Die Lebensbedingungen der Tiere in den betreffenden Ländern zu verbessern und die Bevölkerung zu sensibilisieren.

Um das zu schaffen, sind wir regelmäßig im Ausland unterwegs, stellen unsere Zeit, Energie und Erfahrung zur Verfügung, sammeln Spenden und suchen für die Hunde ein gutes Zuhause.

► ´Kooperation´

Unsere Kooperationspartner sind vorrangig in Italien. Sie sind vertrauenswürdig und sehr erfahren.

TierschutzWir vermitteln Hunde aus dem Ausland, weil diese oft unter grausamsten Umständen in „Tierheimen“ gehalten werden. Diese Tierheime entsprechen in keiner Weise dem Standard in Deutschland! Das betrifft die Hygiene, die Überfüllung der Zwinger, das fehlende Personal, die fehlenden finanziellen Mittel für Futter oder medizinische Versorgung und oft auch die Herzlosigkeit mancher Tierheimbetreiber, die das Elend der Hunde zusätzlich verstärkt.

Da wir nicht alle Tiere retten können, unterstützen wir auch einige Tierheime direkt vor Ort, um die Lebensbedingungen der Tiere zu verbessern. Wie Sie uns konkret dabei unterstützen können, haben wir unter dem Link *So helfen Sie*! zusammengestellt.

Alle Hunde, die wir Ihnen auf unseren Seiten vorstellen, brauchen ein Zuhause! Wir freuen uns auf Ihre Adoptionsanfrage und stehen Ihnen für Fragen rund um den Auslandstierschutz gern zur Verfügung. Details zur Vermittlung eines Hundes haben wir Ihnen unter dem Link *Adoptionsablauf* zusammengefasst.

► ´Italien´

Zusammen mit Claudia R., einigen privaten TierschützerInnen, Tierauffangstationen sowie der italienischen Tierschutzorganistation ALFA (Associazione Love For Animals) agieren wir in Tierheimen und auf den Strassen in und um Rom sowie auf Sizilien. Mehr Informationen zu aktuellen und laufenden Aktivitäten finden Sie unter dem Punkt *unsere Aktivitäten*.


► Häufige Situation in Italien

Anders als in anderen europäischen Ländern gibt es in Italien bereits seit 1991 keine Tötungsstationen mehr, in denen eingefangene Streunerhunde nach Ablauf einer kurzen Frist getötet werden.

Das Töten wurde mit Inkrafttreten des Tierschutzgesetzes 281/1991 verboten und das Aussetzen von Hunden wird seitdem mit Geldbuße oder Gefängnisstrafe geahndet.

Außerdem sind Hundehalter gemäß diesem Gesetz verpflichtet, ihren Hund zu chippen und in der Anagrafe canina - einem nationalen Haustierregister - beim zuständigen Veterinäramt, registrieren zu lassen. Auch hat der Staat die gesetzliche Verpflichtung, der stetig steigenden Anzahl von Streunerhunden entgegenzuwirken und für eine Geburtenkontrolle zu sorgen.

Das klingt in der Theorie hervorragend und eigentlich könnte Italien stolz darauf sein, ein umfangreiches und fortschrittliches Tierschutzgesetz verabschiedet zu haben. Doch leider existiert das Gesetz nur auf dem Papier und findet in der Realität keine Anwendung.

Schlimmer noch. Statt Tötungsstationen gibt es nun Canile (Auffanglager- /Tierheime) und entstanden ist ein System, welches für die Hunde statt einer Veränderung zum Positiven nun ein qualvolles, oft lebenslanges Leiden anstelle des Todes bringt.

Hund im italienischen Zwinger Hund im italienischen Zwinger

►Wie ´Canile´ funktionieren

Canile funktionieren nicht wie Tierheime im üblichen Sinne. Sie haben vielmehr den Charakter und die Qualität von Sammellagern, aus denen die meisten Hunde – sind sie einmal drin – nie wieder heraus kommen.

Adoptionen sind oft nicht erwünscht, Besuchern und oft auch Tierschützern wird der Zutritt verwehrt. Auf der Grundlage des neuen Tierschutzgesetzes entwickelte sich ein lukratives und florierendes Geschäft privater Firmen oder ital. Tierschutzorganisationen, da der italienische Staat die Canilebetreiber finanziell unterstützt und die Gemeinden für jeden Hund pro Tag zwischen einem und sieben Euro zahlen.

Bei 500 Hunden sind das bis zu 3.500 Euro am Tag und 105.000 Euro im Monat. Eine lukrative Sache für die Betreiber, denen jeglicher Tierschutzgedanke fremd ist. Je mehr Hunde - desto höher der Verdienst. Je niedriger die Ausgaben - desto höher der Gewinn. Damit waren die Hundehöllen besiegelt. Selbstredend, dass das Geld der Gemeinden zum großen Teil nicht für die adäquate Unterbringung und Versorgung der Hunde aufgewendet wird, sondern in die Taschen der Betreiber wandert. Das Gesetz schreibt vor, dass jede Gemeinde ihr eigenes Canile bauen und betreiben sollte, was fast immer mit der Begründung "zu wenig Geld" abgelehnt wird. Eine Vogel-Strauss-Politik - ohne Weitblick und Wunsch dem Problem Herr zu werden.

►Das Einfangen und wegsperren...

...der Hunde verändert nichts an der hohen Anzahl der Straßenhunde, die sich weiter vermehren und so für ständigen Nachschub sorgen.

Seit einiger Zeit zeigt sich noch ein neuer Aspekt, hervorgerufen durch die bestehende politische und finanzielle Krise in Italien. Waren/sind es die Betreiber, die das Geld kassierten ohne Gegenleistung für die Hunde zu erbringen, sind mittlerweile viele Gemeinden im Zahlungsverzug. Die Gemeindekassen sind leer, bzw. das vorhandene Geld wird ungern oder nicht für die Kosten der Hunde verwendet.

Das bringt einige Canilebetreiber in große Schwierigkeiten, denn sie haben einen Vertrag und sind verpflichtet, für die Hunde zu sorgen. Manche sind mittlerweile monate- oder sogar jahrelang in Vorkasse gegangen, speziell, was das Futter betrifft.

Somit bleibt notwendige medizinische Versorgung der Tiere völlig auf der Strecke. Immer mehr Canili sind hoch verschuldet und die Betreiber versuchen verzweifelt, sie zu abzustoßen. Meist ohne Erfolg. Den Hunden geht es schlechter denn je.

►Was bedeutet ein Canileaufenthalt für Hunde?

Trostloses Dahinvegetieren in kahlen, nackten, betonierten Zwingern, die sie nie mehr verlassen werden.

Fast immer ohne jegliche Zuwendung, ohne Abwechslung, Ansprache oder Auslauf. Ein Leben auf ein paar Quadratmetern, ein Leben in Dreck und Gestank und Hoffnungslosigkeit. Oft gibt es keinen Schutz vor Hitze oder Kälte, keine Rückzugsmöglichkeiten. Der Stress- und Lärmpegel ist enorm hoch. Mit viel Glück gibt es zumindest regelmäßig Futter und Wasser, gerade genug um am Leben zu bleiben.

In Spitzenzeiten wie im Sommer, wo besonders viele Hunde ausgesetzt werden, sind die Boxen überfüllt und die "Setzungen" führen zu oft tödlichen Auseinandersetzungen. In manchen Canilen werden die Hunde nicht kastriert und vermehren sich. Adäquate tierärztliche Versorgung ist Fehlanzeige, Krankheiten werden oft nicht behandelt, Verletzungen nicht versorgt und die Hunde verenden qualvoll. Die Kadaver verbleiben oft einfach in den Zwingern und es wird weiter die Tagespauschale der Gemeinde eingestrichen.

►Von der Straße einsammeln...

...wegsperren, vergessen und Geld kassieren – das ist gängige Praxis in Italien.

Die Vermittlungschancen dieser Hunde in Italien selbst sind eher gering, speziell wenn sie in bestimmtes Alter überschritten haben. Tierschützern vor Ort ist es über die Jahre nicht gelungen, an diesem System etwas zu verändern. Der Durchschnittsitaliener besucht kaum ein Canile, um sich einen Hund auszusuchen. Lieber geht er zum Züchter oder nimmt einen Welpen, den sein Nachbar oder ein Verwandter mal schnell von seiner Hündin hat werfen lassen.

In Italien gibt es keine bundeseinheitliche Regelung über Tierschutz. Regione (Region) – Provincia (Provinz) – Comune (Gemeinde) – sind drei politische Organisationseinheiten, die für herrenlose Hunde verantwortlich sind. Jede Region hat ihr eigenes Gesetz, welches die Einrichtung und den Betrieb von Tierheimen regelt. Jede Gemeinde hat (was ihre eigenen Hunde betrifft) im Rahmen des übergeordneten regionalen Gesetzes insoweit kommunales Selbstbestimmungsrecht.

Würden die zur Verfügung gestellten (Steuer-)Gelder statt in die Taschen der Canilebetreiber in staatliche Geburtenkontrolle der Streuner- und Canilehunde und nachhaltige Projekte (wie z.B. Aufklärungskampagnen, Schulprojekte) investiert, würden die jeweiligen Gemeinden Verantwortung übernehmen, sich für eine artgerechte Unterbringung und Versorgung ihrer Hunde einsetzen und deren Adoptionen fördern statt zu blockieren, würde sie die Leitung der Canili nicht in die Hände von Geschäftemachern sondern in die von wahren Tierschützern legen und würde das Tierschutzgesetz wirklich umgesetzt, wäre das Land bereits ein gutes Stück weiter.

►Doch man will an dem Ist-Zustand nichts ändern!

Viele ausländische Tierschutzvereine haben sich über die letzten Jahre mehr und mehr aus Italien zurückgezogen und ihre Arbeit auf andere europäische Länder konzentriert, in denen das Leid der Hunde nicht minder, aber die Rahmenbedingungen zum Helfen bessere sind.

Ein Mitglied der LAV (Lega Anti Vivisezione), einer großen italienischen Tierschutzorganisation, sagte uns einmal: "Wenn ihr das Problem der Streuner löst, würden euch diese sogenannten ´Tierschützer ´ (Canilebetreiber) lynchen. Es ist alles, was sie haben und sie brauchen das..." - wie traurig, dass Tiere für die psychischen und sozialen Mankos mancher Menschen herhalten müssen.

Der Text wurde uns mit freundlicher Genehmigung von Claudia und ihrem Verein zur Verfügung gestellt.

In *Tierheimalltag Süditalien* aus 2008 beschreibt Claudia R., eine bekannte Tierschützerin in Italien, das Geschehen aus eigener Erfahrung und berichtet über Ergebnisse ihrer Recherchen und Befragungen Beteiligter. Leider muss an dieser Stelle gesagt werden, dass sich bis heute kaum etwas an dieser Situation geändert hat, es ist eher schlimmer geworden.

Welch ein Armutszeugnis eines führenden EU-Landes!

Wie Sie uns konkret unterstützen können, haben wir unter *so helfen Sie!* zusammengefasst.

► ´unser sicherer Hafen in Italien´

Unser ´sicherer Hafen´… oder wie es auf italienisch heißt:

Zona protetta

Die Hunde im ´sicheren Hafen´:

Der ´sichere Hafen ist aus...

 

► ... dem ´Dog Village´ enstanden

Dog VillageDas Dog Village ist ein Canile der etwas anderen Art - für italienische Verhältnisse. Entstanden ist es - wie fast alle italienischen Canili - aus einer ehemaligen Zucht. Heute nimmt dieses Canile nun die Streunerhunde der umliegenden Gemeinden auf.

 

Seit September 2016 ist der Großteil des ´Dog-Village´ von uns langfristig angepachtet worden - unser ´sicherer Hafen´

Da die Kommunen auch hier schon seit Jahren ihren Zahlungsverpflichtungen sehr schlecht nachkommen, verfällt das Canile zusehends. Hier ist unsere Hilfe sehr willkommen. Wir können mit den einsitzenden Hunden arbeiten, sie auf ein Leben außerhalb des Caniles vorbereiten und ihre Lebensbedingungen vor Ort verbessern. Diese Unterstützung ist auch dringend erforderlich.

Dank Ihrer Spenden konnten wir schon sehr große Renovierungsmaßnahmen für die Hunde (*Schlamm*, *Schatten*, *Waschküche* und *weiteres*) realisieren. Derzeit beschäftigen wir eine der Tierpflegerinnen, da viel zu wenig Personal für die Versorgung der Hunde da ist. Weiterhin kümmern wir uns um die Instandhaltung der Anlage.

Die Struktur reicht von einer „villetta" (das ist ein Holzhäuschen, umgeben von einer kleinen Wiese) über die kleinen, dunklen Zwingern im gemauerten Bereich (hier müssen wir dringend Abhilfe schaffen - *Arbeiten laufen - 2019*) bis zu den sogenannten Notzwingern im hinteren Bereich des Caniles, wo nie ein Besucher hinkommt. Oft sind sie mit Rüden belegt, die in Einzelhaft sitzen und manchmal auch etwas schwieriger sind und die auch niemals dort heraus kommen. Nicht alle Hunde haben das Glück, in einer Villetta untergebracht zu sein oder regelmäßig von dem sehr großen Auslauf zu profitieren.

Hunde Auslauf 1 Auslauf Hund Hunde Auslauf 3

Die Öffnungszeiten sind täglich, außer mittwochs, sowohl vormittags als auch nachmittags und Besuch ist gerne gesehen. Die Hunde werden regelmäßig gefüttert und (theoretisch) ist die Tierärztin für ihr Wohl zuständig. Das klingt fast wie ein Luxushotel für Vierbeiner, aber die Realität sieht immer anders aus. Das "Pensionsgeld", das die Gemeinden für ihre herrenlosen Hunde pro Tag bzw. Monat bezahlen, reicht nicht für außertourliche "Extras" wie z.B. schwere Erkrankungen oder kleinere Unfälle.

Obwohl die zuständige Tierärztin oft weiß, dass die Hunde krank sind, kann sie sich nicht die notwendigen Untersuchungen oder Behandlungen leisten und so leiden die Tiere unbehandelt in ihren Boxen. Deshalb starten wir Spendenaufrufe, um gerade diesen Hunde zu helfen. Die jeweiligen Gemeinden, die es anginge, sehen tunlichst weg, wenn es um weitere Kosten geht. Darüber hinaus zahlen sie nicht regelmäßig, so dass auch hier an essenziellen Dingen für die Hunde gespart werden muss.

Alle, die im Dog Village arbeiten, sind hier bemüht, das Los der Tiere so erträglich wie möglich zu halten und freuen sich über Spenden wie Decken, Körbchen oder Leckereien und Kauartikel. Der große Auslauf wurde ein bisschen hergerichtet und im Sommer haben die Hunde künftig ein Schwimmbecken. Wenn es die Zeit erlaubt, springt schon mal eine Leckerchensuche oder auch ein Spaziergang für den einen oder anderen Glücklichen heraus. Meist verbinden wir das mit einem kleinen Katzen- und Leinenführungstest.

Die nächste große Baumaßnahme im DogVillage steht an. Wir müssen dringend die *Zäune* sanieren. Sie sind alt, marode, löchrig und gefährlich. Allein in den letzten Monaten gab es drei Todesfälle, weil unverträgliche Hunde durch Zäune in andere Gehege einbrachen und die Nachbarhunde töteten. Eva, Morris und Eolo gehören zu den Opfern.

 


Seit dem 01.09.2016 sind wir, ist pro-canalba e. V. allein verantwortlich für den ´sicheren Hafen´!

Allein verantwortlich bedeutet, dass wir pro Monat für Futter, Sanierung, Instandhaltung, Tierarzt, Personal und sonstiges

ca. 5.000,00 € benötigen - Monat für Monat!

´Bitte spenden Sie jetzt´

per Banküberweisung per Paypal

Bitte schauen Sie sich bei *unsere Aktivitäten* an, was wir tagtäglich leisten!

Bitte unterstützen Sie uns und die Hunde, damit wir weiterhin zielgerichtet in ´Italien´ arbeiten können.

Im Namen ´unserer Hunde´ sagen wir VIELEN DANK an alle Paten, Spender, Helfer, Mitglieder, Pflegestellen und auch an die Adoptanten.

► ´das Lager´

Hund auf BetonMitten im Nirgendwo befindet sich ein Hundelager, dessen Namen wir nicht nennen dürfen. 500 Hundeseelen fristen da ein unvorstellbar trostloses Dasein.

 

Betonzwinger reiht sich an Betonzwinger. Hunde in Gruppen oder einzeln verbringen ihr Leben auf ein paar wenigen Quadratmetern Beton. Ohne Auslauf, ohne Fürsorge, ohne Hoffnung.

Besucher sind unerwünscht, Adoptionen finden fast niemals statt. Medizinische Versorgung existiert nicht. Die Hunde, die da landen, verlieren alle Hoffnung. Eingesperrt und vergessen - bis sie sterben.

Franz1

Sowie *Franz* aus Zwinger 64. R.I.P... kleiner armer Bube... (die Bilder unten auf Franz seiner Seite sind nicht für sensible Menschen und/oder Kinder geeignet)

Unsere Möglichkeiten, den Hunden vor Ort zu helfen, sind sehr gering. Unsere befreundete italienische Tierschutzorganisation hat sich das Recht erkämpft, *wenigstens einigen dieser armen Seelen helfen zu dürfen*. Das alles gegen den Widerstand des Lagerbetreibers.

*Zu den Hunden* aus diesem Lager können wir oft recht wenig sagen. Wir erleben sie fast ausschließlich in ihren Zwingern. Möglichkeiten, ihr Verhalten unter „normalen“ Bedingungen zu testen, gibt es fast nicht. Der Gesundheitszustand dieser Hunde ist oft unklar, da wir keinen Tierarzt ins Lager kommen lassen dürfen.

Um diese Hunde zu retten, sind wir darauf angewiesen, sie von den zuständigen Kommunen zu adoptieren, in unserem ´sicheren Hafen´ unterzubringen, sie dann medizinisch versorgen lassen zu können, zu impfen und auf die Ausreise vorzubereiten. Die Vorbereitungszeit beträgt mindestens drei Wochen, da die Tollwutimpfung vor Ausreise 21 Tage alt sein muss. Die entstehenden Kosten sind sehr hoch und für uns oftmals nicht tragbar, da die Hunde in einem erbärmlichen und verwahrlosten Zustand sind. Alte, nicht versorgte Wunden, unbehandelte, schlecht verheilte Brüche sind an der Tagesordnung und für uns oft erst diagnostizierbar, wenn wir den Hund bei uns haben.

Hier brauchen die Ärmsten der Armen unsere Hilfe.

Bitte unterstützen Sie uns dabei, diese Hunde zu retten.

► ´Montefranco´

Claudia, unsere Kollegin vor Ort in Italien, hat uns gebeten, sie bei dem Projekt Montefranco zu unterstützen. Noch gibt es keine aktuellen Bilder von dort, doch der folgende Bericht von Claudia gibt Ihnen einen kleinen Einblick in die schwierige, bürokratische und oftmals langwierige Tierschutzarbeit, die getan werden muss, BEVOR wir überhaupt den Hunden helfen können.


 

Zitat Claudia:
"
Montefranco ist eine kleine Gemeinde in der Region Umbrien, wo eigentlich der Heilige Franz von Assisi herkommt. Leider ist genau diese Region eine der Schlimmsten in Italien. Da es dort sehr waldreich ist, hat jeder zweite Umbrer ein Gewehr und einen bedauernswerten Jagdkollegen auf vier Beinen.

Die Haltung ist denkbar schlecht und die Tiere führen ein schreckliches Leben. Wenn sie nicht eine Kugel von ihrem „liebevollen“ Besitzer einfangen, landen sie in überfüllten Canili. So ist das oft in Italien. Montefranco ist da keine Ausnahme und der kleine Ort muss für über 40 Hunde aufkommen.

► Wie kommen wir nach Montefranco?

Da muss ich ein bisschen weiter ausholen. 2012 wurde ich von umbrischen Tierschutzorganisationen angezeigt, die es gar nicht gerne sehen, dass Hunde nach Deutschland vermittelt werden. In Italien gibt es böse Gerüchte über Deutsche und die Hunde, die nach Deutschland vermittelt wurden.

Es wurden Carabinieri, Forstpolizei, Staatspolizei (wer auch immer) beauftragt, gegen mich zu ermitteln! Bei der so genannten Forestale arbeitete eine junge Beamtin, die versuchte herauszufinden, was denn mit den italienischen Hunden in Deutschland passieren würde und war im Zuge dieser Ermittlungen mehr als beruhigt, als sie herausfand, dass bei uns nach bestem Wissen und Gewissen Familien für die Hunde gesucht und auch gefunden werden.

Es vergingen ein paar Monate und besagte Beamtin wurde Bürgermeisterin der kleinen Gemeinde Montefranco. Unter anderem hatte sie ihren Wahlkampf auf das Wohl der Hunde gebaut, die sie aus dem Canile holen wollte.

Eine ihrer ersten Amtshandlungen bestand darin, mich und meine Anwältin zu kontaktieren, um schriftlich eine Zusammenarbeit festzulegen, um die Hunde ihrer Gemeinde, die seit Jahren vergessen waren, eine Chance auf ein neues Leben zu geben!

Gesagt, getan und im Februar 2015 fuhren Sabine (Vorstand pro-canalba e. V.) und ich - eskortiert von der lokalen Polizei - ins Canile, wo wir schon erwartet wurden und machten uns daran, eine fotografische und auch schriftliche Aufstellung aller Hunde zu machen, um so bald als möglich loszulegen und sie alle auf der Webseite vorzustellen.

Hund Montefranco 1

- besichtigen -

Hund Montefranco 2

- beschreiben -

Hund Montefranco 3

- fotografieren -

► Was passierte dann?

Kaum wurde bekannt, dass die Gemeinde eine Zusammenarbeit mit dem Ausland anstrebte, wurden wir sofort angezeigt. Nicht nur wir, sondern auch die Gemeinde Montefranco, weil diese die Hunde angeblich verkaufen wollte. Und ich bekam mehrere Anzeigen wegen absurdesten Gründen, die man unter anderem auch in verschiedenen Pressemitteilungen lesen kann.

Wir haben auf diese unhaltbaren Anschuldigungen geantwortet und der Richter hat im November 2015 die Klage eingestellt.

Jetzt können wir loslegen und auch für diese Hunde ein zu Hause suchen, da sie in ihrem eigenen Land keine Chance haben. Die Bürgermeisterin will übrigens persönlich einige Hunde besuchen, die in Deutschland ein zu Hause gefunden haben

*was auch im September 2016 passiert ist*

– einerseits, weil Gemeinden verpflichtet sind, ihre Hunde (egal, wo in der Welt) zu kontrollieren, andererseits, weil sie sich sehr freut nach Deutschland zu reisen und glückliche Hunde zu sehen, die sie persönlich schon seit Jahren nur hinter Gittern kennt, weil sie niemanden findet, der die armen Tiere adoptieren möchte, obwohl es so tolle Hunde sind!

 

Wir werden dieses Projekt vorantreiben, unterstützen und hoffentlich bald mit Ihnen zusammen in unserem Happy End darüber berichten können.

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