gemeinnütziger Tierschutzverein - Hilfe für Hunde in Not

Liebe Adoptanten, Pflegestellen, Helfer, Mitglieder und Unterstützer,
 
aufgrund der Empfehlungen des ADAC Italien, des Speditionsverbands NRW, der Botschaft der Italienischen Republik in Berlin, sowie unserer italienischen Helfer, mussten wir leider den Entschluss fassen, den Trapo vom 11.03. – 15.03.2020 abzusagen und auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben.
 
Die Gründe für die Absage des Trapos liegen nicht darin , dass wir sechs TrapofahrerInnen eine begründete Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus hätten (wir haben schon jahrelang zertifiziertes Desinfektionsmittel und Einmalhandschuhe an Bord, und haben sogar FFP3 Masken dabei). An dieser Stelle ein ganz besonderer Dank an die fünf Menschen, die mit mir (Lutz), den Trapo mitfahren wollten: Petra, Yvonne, Andreas, Jörg und Martin. Auch ein Dankeschön an Nele und Daniela , die mit zur Verfügung standen.
 
Während der Fahrt und auch im ´Canile´ hätten wir nur mit Masken, Handschuhen, etc. Kontakt zu unseren italienischen Freunden gehabt!
 
Also das Risiko haben wir sehr genau abgewägt!
 
Die Begründung für die Absage liegt darin, dass wir aufgrund der Lage in Italien ab Verlassen der Autostrada strengen Regeln und Fragen unterliegen:
 
• Ist die Fahrt absolut notwendig? Hätte sie später erfolgen können?
 
• Ist die Fahrt von unserem ´Sicheren Hafen´ zur Unterkunft notwendig?
 
(wir hätten zur Not auch im Canile übernachtet!)
 
• Wer von den Italienern darf uns ins Hundelager und in unser befreundetes Tierheim begleiten? (Ins Hundelager dürfen wir nicht alleine hinein) – Ins befreundete Tierheim dürfen wir hinein, werden auch freudig empfangen, doch die Hunde holen unsere italienischen Freunde von der ALFA zum Auto – wir nicht!
 
• Wie kommen die Hunde aus Apulien zu uns – dürfen wir dorthin fahren – sehen die italienischen Behörden das als notwendige Fahrt an? Oder werden wir auf der Strecke gestoppt mit ungewissem Ende?
 
• Ist die Grenze auf dem Rückweg am Brenner offen oder müssen wir über Kärnten/Salzburg fahren? Ist dann dort noch ein Grenzübertritt möglich?
 
Dies alles kommt nun zusammen und war zu bedenken. Davon einmal abgesehen, dass uns die italienische Polizia, soweit sie die Reise als verschiebbar einstuft, ohne Probleme auch mal bis zu 48 Std. festhalten und eine immens hohe Geldstrafe verhängen kann. Die Lage der armen Hunde (auf der Rückfahrt in solch einer Situation) müssen wir gar nicht erst extra erwähnen.
 
Was mit ihnen tun? Wohin bringen?
 
Und ich glaube, dass alle Menschen, die über uns einen Hund erhalten, genau wissen ,wie die Situation in Italien mit den Hunden ist! Sie verschwinden dann im ´Nirvana´ und wir werden sie nicht wieder sehen!
 
Im Interesse unsere italienischen Freunde von der ALFA, den Niemandshunden und weiteren Helfern, und im Interesse aller – IHRER – Hunde, haben wir die schwere Entscheidung getroffen den Trapo zu verschieben.
 
Alle IHRE Hunde werden weiter an den Standorten bestmöglich versorgt! Wir wünschen uns, dass Sie, liebe Adoptanten und Pflegestellen, hierfür Verständnis haben, und jeder von IHNEN gemeinsam mit uns auf den nahen Tag wartet, an dem wir wieder nach Italien können um IHREN Hund zu holen.
 
Und glauben Sie uns, wenn wir sagen: „Sowie wir eine realistische Chance sehen, um alle Hunde einzuladen und ohne größere Schwierigkeiten nach Deutschland kommen können, sind wir unterwegs!“
 
Bleiben Sie uns – und SIE liebe Adoptanten IHREN Hunden – wohlgesonnen! Vielen herzlichen Dank!
 
Ihre Ansprechpartnerin – Ihr Ansprechpartner ist gerne für SIE da!
 
 
Ich verbleibe mit traurigen Grüßen im Namen des Vorstands –
 
Ihr Lutz K. Büschke
Kirchlengern, den 10.März 2020